Willkommen in Tani
Das „Tani Projekt - Zukunft für Kinder in Kambodscha e.V." kümmert sich um den Aufbau eines Ausbildungszentrums, das vor allem den Kindern aus dem Kinderdorf Tani und dem Kinderdorf Thalaborivat einen guten Start in ihrer Zeit nach dem Leben im Kinderdorf möglich machen soll.
Das Projekt hat das Ziel, kambodschanischen Kindern eine qualitativ hochwertige handwerkliche Ausbildung zukommen zu lassen. Um dieses Ziel auch zu erreichen möchten wir pensionierte Handwerksmeister aus Deutschland für die Ausbildung der Kinder einsetzen.
Handwerkliche Ausbildung vor allem deshalb, weil es in Kambodscha keine Ausbildung im handwerklichen Bereich gibt und daher Leistung und Arbeitsqualität auf diesem Sektor nahezu inakzeptabel sind. Denn Ausbildung läuft in Kambodscha unter dem Motto: Einer guckt vom anderen ab. Die wenigen „Tüftler", die tatsächlich etwas können, sind mehr als rar gesät. Wenn aber wirkliche Qualität der Arbeit gefragt ist, muss man die Fachkräfte dafür aus dem Ausland heranschaffen.
Die meisten Familien (zumindest die Familien die es sich leisten können) schicken ihre Kinder lieber auf die „Hochschulen" – soweit man diese hier so nennen kann – mit dem Ziel, zumindest den „Master-Abschluss" zu erreichen. Bei der Masse der heranwachsenden Jugendlichen ist aber bereits jetzt erkennbar, dass der größte Teil der Hochschulabgänger keine Anstellung finden wird. Zudem werden Anstellungen oft nur innerhalb eines Beziehungsgeflechts vergeben. Wer also gute Beziehungen hat, der bekommt den Job – oft auch noch unabhängig davon, ob er dafür geeignet ist oder auch nicht.
Das weitere Ziel aber – und das ist die Frage nach der Nachhaltigkeit eines Projekts – ist die spätere Ausbildung weiterer Kinder durch die von uns ausgebildeten Kinder. Denn alles macht ja nur dann einen Sinn, wenn die investierten Geldmittel auch langfristig wirken.
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Natürlich profitieren in erster Linie von der Ausbildung die Kinder aus den beiden Kinderdörfern davon. Da die Ausbildungs-kapazität aber größer ist werden auch andere Kinder – aus-schließlich aus armen Familien – einen Ausbildungsplatz bei uns finden. |
Video:
Interwiev: Marlene Brandl
Kamera und Videobearbeitung: Josh Feitelson
Wenn man abschließend noch die Verdienstmöglichkeiten eines gut ausgebildeten selbstständigen Handwerkers betrachtet, so kann dieser durchaus die 1.000 USD Grenze im Monat erreichen, während ein „studierter" Beamter in einem Ministerium in den mittleren Rängen auf nicht mehr als 200 USD kommt. Dieser Beamte muss dann nach Feierabend (oder in der langen Mittagspause) sein Geld als Motodup (Mopedtaxi) aufbessern, damit er in Phnom Penh mit seiner Familie überhaupt über die Runden kommt, so wie viele andere „Studienabgänger" auch, die keine Anstellung finden.
Wenn ich manches in „..." gesetzt habe bedeutet das keinerlei Geringschätzung meinerseits, denn wo nicht viel ist kann man auch nicht viel lernen. Das die Jugend Kambodschas sehr lernwillig ist steht dabei außer jeder Frage.
Nun, ganz besonders gut ausgebildete Handwerker und Techniker sind gefragt, besonders z.B. an Maschinenbauern fehlt es hier an allen Ecken und Enden.
Einem Land wie Kambodscha kann man nicht damit helfen indem man Millionen an Geld von oben herab rieseln lässt, wobei der größte Teil davon in dunklen Kanälen verschwindet, während unten so gut wie nichts mehr ankommt.
Die Lebensbedingungen der Menschen in Kambodscha sind geprägt von Hunger, Mangelernährung, schlechten hygienischen Verhältnissen, mangelhafter Bildung und Ausbildung und einer unzureichenden medizinischen Versorgung. Hunger nimmt den Menschen die Würde. Geben wir ihnen diese Würde wieder zurück.
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Letzte Aktualisierung am 12.05.2012 um 19:09 Uhr








